Ein Blogger lernt Bloggen! #2

Ein Marine vor einer zerstörten Welt. In der Mitte ist der Titel " Ein Blogger lernt Bloggen Teil 2!". Das Bild ist in Grau und Blau gehalten.

Ein Blogger lernt Bloggen Teil 2!

Nachdem sich der erste Teil der technischen Seite des Bloggens und dem Umfeld von Social Media widmete, wird im zweiten Teil dem Schreiben von Texten nachgegangen und der Ablauf des Seminars nachvollzogen.

Hier geht es zum ersten Teil der Serie.

In den nächsten Sitzungen ging es um das Verfassen von Texten für den eigenen Blog: Hier lernte ich vor allem einfache Formulierungen zu verwenden und eine Ideenliste zu führen. Darunter versteht man eine lokale Liste mit Ideen für Blogthemen und Artikel. Ich habe eine entsprechende Liste mit Videoideen für meinen Youtubekanal erstellt und diese nach Themengebieten sortiert. Wenn ich spontan etwas hinzufügen will, ist das dank Cloud und mobilen Geräten jederzeit möglich.

Ich habe schnell gemerkt, dass meine Texte viele stilistische Fehler aufweisen: So benutze ich viele Füllwörter, schreibe unnötige komplexe Inhalte und zu lange Sätze. Hilfreich beim Analysieren eigener Texte auf diese Schwächen ist die Webseite Schreiblabor. Dort kann man seinen Text nach „Blogkriterien“ überprüfen lassen und manuell anpassen. Leider ist dies nicht direkt im korrigierten Textfeld möglich, was entweder einen großen Monitor oder eine exzessive Nutzung von Alt-Tab voraussetzt.

Dieser Darstellung und weiteren Tipps folgten Beispiele, bevor zur Bildbearbeitung übergegangen wurde. Bei dieser Sitzung war ich leider verhindert, weshalb ich mich im Nachhinein mit dem Stoff beschäftigte. Für alle, die keine Photoshop-Lizenz ihr Eigen nennen, ist das Online Tool Pixlr das Mittel der Wahl. Es bietet umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten für Bilder und hat große Parallelen mit dem großen Bruder Photoshop.

Der Dozent verdeutlichte im Anschluss die Bedeutung von passenden Bildbeschreibungen und aussagekräftigen Permatags. Diese Optimierung ist nicht nur für blinde Personen wichtig, die sich die Webseite vorlesen lassen, sondern auch für das Ranking in Suchmaschinen. Diese berücksichtigen vor allem korrekte Tags und korrekte eingepflegte Medien in Beiträgen.

Schließlich ging es noch um ein rechtlich korrekte Impressum, welches sich hier zuverlässig generieren lässt. Wer seine Personenangaben sicherer gegen Suchmaschinen Indizierung machen will, kann als Trick ein Bild der wichtigen Daten, wie beispielsweise Name, Adresse, Telefonnummer usw. einfügen, welches von den Suchmaschinen noch nicht korrekt gelesen werden kann. „Noch nicht“, weil Bilder in Zukunft kommunikativ werden: Durch die Technik der Gesichtserkennung verknüpft Google beispielsweise ein Bild von mir in Australien, mit einem Aufenthalt in Australien, selbst wenn ich meinen Urlaubsort in dem Kontext nicht erwähnt habe. Es ist somit nur eine Frage der Zeit, bis der oben genannte Trick ausgehebelt werden kann.

Um Klagen und Prozesskosten im Falle von Urheberrechtsverletzungen und anderen Rechtsstreitigkeiten zu entgehen, organisieren sich viele Redakteure in GmbHs. Im Falle einer Rechtsverletzung ist dann nicht der Redakteur, sondern die GmbH strafbar, welche mehr Ressourcen der Kläger beansprucht und mit kompetenten Anwälten ausgestattet ist. Für den aufstrebenden Blogger empfahl der Dozent sich in Dachverbänden mit Rechtsschutz zu organisieren, welche allerdings monatliche Gebühren erheben.

Das Stigma „Recht ist kompliziert“, wurde im weiteren Verlauf des Seminars bestätigt: Gerade das Jugendrecht ist kompliziert, benötigt gründliche Recherchen und ist auch von der gründlichen Pflege anderer Webseiten abhängig. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Inhalte nicht veröffentlicht werden können, weil ein Drittanbieter seine Seite nicht korrekt pflegt.

Außerdem konnte ich noch Tipps in Bezug auf Plugins aufgreifen: So steht das häufig genutzte Plugin „Akismet“ in der Kritik Bezahlfallen eingebaut zu haben und vor allem auf den amerikanischen Markt ausgerichtet zu sein. Da es allgemein von WordPress bzw. dem Jetpack-Plugin empfohlen wird, benutzte ich es bis vor kurzem selbst. Eine Alternative kommt in Form des Plugins Antispam-Bee, welches von einem deutschen Autor entwickelt wurde. Inwiefern sich der Pluginwechsel lohnt, wird sich mit der Zeit zeigen, eventuell gibt es dazu einen weiterführenden Blogpost.

Ebenfalls hilfreich war die Verlinkung innerhalb eines Blogposts, mit Hilfe von IDs. Auch hierfür gibt es ein Plugin, welches ich noch einpflegen muss und nicht benutzt habe. So bleibt mir nur der Weg über den Text-Editor in WordPress und das manuelle Einfügen der entsprechenden IDs. Verwendung finden diese als Quellenangabe oder um in einem langen Text mit Zwischenüberschriften – wie in einem Wiki – navigieren zu können.

Vieles war mir schon vor Besuch des Seminars bekannt, doch konnte ich mein Wissen mit vielen kleineren Kniffen erweitern und freue mich darauf andere Blogs einer kleinen Prüfung zu unterziehen. Genau darum geht es nämlich im letzten Teil der Serie!

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