Ein Blogger lernt Bloggen! #3

Ein Marine vor einer zerstörten Welt. In der Mitte ist der Titel " Ein Blogger lernt Bloggen Teil 3!". Das Bild ist in Grau und Blau gehalten.

Ein Blogger lernt Bloggen Teil 3!

Im zweiten Teil habe ich mich mit den technischen Voraussetzungen, einer guten ästhetischen Darstellung und qualitativen Textgestaltung befasst. Im Folgenden werden diese Kriterien auf verschiedene Blogs rund um das Thema Geschichte angewandt. Folgende Kriterien kommen zur Anwendung: Ästhetik, Inhalt und Struktur.

Unser erster Kandidat ist der Blog des Stadtarchivs Linz am Rhein!

Ästhetik:

Dem Betrachter fällt sofort ein historischer Bezug durch das Titelbild einer historischen Schrift auf, woraufhin sein Blick auf den Namen des Blogs fällt, welcher gut lesbar platziert wurde. Die Farbgebung des Blogs ist zwar relativ neutral in Schwarz und Weiß gehalten, doch fehlt ihr dadurch eine Originalität. Sie wirkt somit eher langweilig und steril.

Die Farbe Grün wird vom Blog nur an einer einzigen Stelle im Header verwendet, ist jedoch auch in Textelementen bei Widgets auf der rechten Seite weiter unten aufzufinden. Sie wird außerdem bei Links und verschiedenen Mouseover Aktionen verwendet, bleibt jedoch insgesamt nur sporadisch vertreten.

Ein großer Fauxpas ist eine große Lücke im Design im Bereich des Headers, welche weder im Internet Explorer, noch in Firefox durch Elemente wie beispielsweise Flash oder Werbung genutzt wird.

Stimmig hingegen sind die Titelbilder der einzelnen Blogposts, wenn man auf der Hauptseite scrollt: Sie rahmen einen Artikel ein und geben ihm somit einen Kontext. Sie eigenen sich außerdem als Augenfang und wecken das Interesse des Lesers.

Inhalt und Struktur:

Sehr negativ fällt dem Betrachter der sehr lange Titel des ersten Blogposts auf, welcher weder für Suchmaschinen optimiert wurde, da er 70 Zeichen überschreitet, noch das Interesse des Lesers weckt und Hashtags beinhaltete, die an anderer Stelle implementiert werden sollten.  Der Titel „Demokratische Elemente der Linzer Stadtverfassung“ wäre deutlich interessanter und kürzer gewesen.

Die Tatsache, dass viele Artikel die oben genannten Schwächen nicht haben, lässt darauf schließen, dass der erste Artikel eventuell nicht optimiert wurde.

Auch die Navigation und gewählten Widgets sind verbesserungswürdig: Auf den ersten Blick weniger wichtige Schlagwörter, wurden über weiterführenden Links platziert und viel zu lange Teaser verschrecken den oberflächlichen Leser.

Ein sinnvoller Zusatz wäre eine nach Jahren und Themen sortierte Überblicksseite, da man sich ansonsten wahrscheinlich durch das Archiv klicken muss. Allgemein wirkt die Header-Navigation eher verlassen.

Abschließend ist die Wahl des Hosters zu kritisieren: Auch wenn Hypotheses wahrscheinlich eigens gehostete Blogs bei Suchanfragen bevorzugt behandelt, führt das Hosting dazu, dass die Permalinks des Blogs auf einer beliebigen Nummer laufen, anstatt einen eindeutigen Namen zu haben. Somit ist auch die Suchmaschinenoptimierung als ungenügend zu bewerten, auch wenn an anderer Stelle (z.B. den Bildunterschriften) mitgedacht wurde.

Insgesamt lassen sich gute Ideen des Blogdesigns erkennen, doch führen große Fehler in der Struktur des Blogs und im Design zu einem schlechten Ersteindruck, der auch nach intensiver Beschäftigt nur unwesentlich entkräftet wird.

Kandidat Nummer Zwei: „Early modern revolts as communicative events”.

Ästhetik:

Bei Aufruf der Seite fällt dem Betrachter sofort das stechende Orange für Links und Titel von Artikeln auf, welche auf weißen Hintergrund sehr schlecht lesbar sind. Schlimmer zu lesen sind die Link in der Navigation auf der rechten Seite, wo Orange Links auf hellgrauem Hintergrund beinahe unlesbar werden. Interessanterweise verändern die Links ihre Farbe bei Mouseover zu einem angenehmeren und vor allem lesbareren Blau. Warum dies nicht die Standardfarbe für Links ist, zumal diese bereits automatisch unterstrichen und somit auffälliger werden bleibt fraglich.

Auffallend ist auch, dass der Menüpunkt „Home“ eine eigene Navigationsleiste belegt und nicht in der Hauptnavigation eingepflegt worden ist. Der Blog ist farblich, mit Ausnahme des Orange, eher neutral und kalt gehalten, was in Ordnung ist, doch fehlen Bilder, um Artikel direkt interessant zu gestalten.

Auffällig ist auch die zweite Suchleiste im Footer, die das Design überlagert und einen sehr negativen Eindruck hinterlässt.

Inhalt und Struktur:

Die Gestaltung der Artikel ist sehr uninteressant, ohne Bilder, dafür mit weiterhin schlechter Farbgebung. Positiv auszulegen ist jedoch das Kategoriesystem als Dropdown Menü, welches einen einfachen Zugriff auf die wichtigsten Themenbereiche ermöglicht. Ein Login zur Administration direkt auf der Hauptseite stellt jedoch ein unnötiges Sicherheitsrisiko dar und ob die neusten Kommentare in die einzige Navigation gehören, die die Seite zu bieten hat, ist ebenfalls streitbar.

Die Benutzung der Spracheinstellung von Hyptheses produzieren interessante Ergebnisse: So bleiben die Punkte der Hauptnavigation in englischer Sprache, doch ändert sich die Sprache der Menüpunkte bei Mouseover auf Deutsch, was sehr verwirrend wirkt. Ein gravierender Fehler im Design ist, dass das Untermenü von „About“ den „Home“-Button überlagert. Insgesamt ist das Design und die Artikelgestaltung deutlich uninteressanter als auf dem Blog des Stadtarchivs Linz. Die Navigation überzeugt mit interessanten Ideen, die jedoch  nicht zu Ende gedacht wurden und mangelhaft integriert wurden.

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